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Na da kann ich Euch was erzählen.....
Diesmal sind wir im SSC mit Lena und , wie wir heute wissen, eine kleine Lilly Charlotte :-). Nach der Ankunft gleich mal Alles fein aufgebaut. Wir lagen diesmal im Seeeck, traumhafte Plätze direkt am See. Naja die hatten wir auch schon im Januar reserviert. Weniger traumhaft sind die Neider dieser Plätze, wir mussten geflüsterte Sprüche hören wie: “Das ist ja ne Frechheit, ein Zelt auf einem Wohnmobilstellplatz” oder “ Na toll...da werden an Solche die besten Plätze vergeben”
Hierzu Folgendes: Ich kann nichts dafür das solche Plätze reserviert werden können, sondern einzig und allein die Platzbetreiber. Wir haben einfach nur die bestehenden Möglichkeiten genutzt, und Alle die der Meinung sind Zelter gehören in die letzte Ecke eines Campingplatzes können mich mal (gerne anmailen :-))))
14 Tage später wären Sie froh gewesen nicht auf diesen Plätzen zu stehen, die Obernörgler mit ihrem Mietmobil, doch dazu später mehr.....
Wir also fleissig aufgebaut, das Zelt stand wie üblich in rund 15 Minuten. Tina und die Kinder haben dann den Rest im Zelt verstaut und ich wollte mir just ne Dose Öttinger genehmigen als ich merkte das Kerstin und Eike doch ein wenig mehr Schwierigkeiten hatten. Nachbarn standen fein rum und hielten Maulaffen feil. Es war schliesslich das erste Mal für die 3 und der Bulli war frisch gekauft :-)) Also wir, Tina, Kerstin, Eike und ich den Bulli samt Vorzelt hergerichtet.
Nur zum Verständnis....das SSC ist ein einmalig schöner Campingplatz mit netten Betreibern, deren Nerven zwar manchmal strapaziert sind, doch nur für kurze Zeit. Schlimm sind Wohnwagenbestitzer und vor allem Mietwohnmobiltouristen die den Sinn des Campens nie verstehen oder nie verstehen wollen. Die meinen die sind auf Malle und können sich auch so benehmen. Helfen, unterstützen oder sogar mal mit Zeltern reden...WAS IST DAS ??? :-(((
OK die ersten tage Sonne satt, dann ein zwei Tage Regen, dann wieder Sonne satt......herrlich.
Dann kam er der grosse Sturm, püha.
Tagsüber noch schön in der Sonne gelegen doch gegen Nachmittag erste dunkle Wolken am Himmel. Dann in den Nachrichten eine Sturmwarnung und innerhalb von 10 Minuten war der Himmel schwarz und ein Sturm mit bist zu 10 Windstärken knallte auf uns ein. Finja und Matsi in die hinterste Ecke vom Zelt gekuschelt um sich gegenseitig zu trösten und Mut zu machen. Nilsi hielt das Zelt von Innen mit all seiner Kraft, Tina legte sich von Innen gegen den Eingang um die Reissverschlüsse dichtzuhalten damit der Wind keine Chance bekam unters Zelt zu gelangen. Ich stand direkt vorm Eingang und warf mein ganzes Gewicht, und das ist nicht wenig, in die Sturmleinen. Unser Tarp das wir als Sonnensegel aufgebaut hatten wehte mir in den Rücken, so das ich um uns rum nicht viel mitbekam. Ich hörte nur ab und an ein verdächtiges Knacken und Knirschen. Bei einem der wenigen Blicke die ich vors Zelt werfen konnte sah ich die Reste des Pavillons unser Nachbarn durch die Gegend fliegen. Unser gegenüber, auch Zelter, hatten weitaus mehr Schwierigkeiten. Tja, wenn man meint keine Sturmleinen zu brauchen ;-) Der arme Kerl stand ganz allein in Regen und Sturm und versuchte sein Zelt zu halten. Eike kam ihm dann zur Hilfe als er Kerstin und Lena sich im Bus in Sicherheit wähnte. Der Sohn des Zelters so rund 20 Jahre alt verkroch sich im Zelt und betete um sein Leben...anstatt seinem Vater zu helfen...dat Weichei.
Nun wurde es ein wenig ruhiger mit dem Wind, doch nur für ein-zwei Minuten, dann kam noch mal die volle Packung hinterher mit fett Regen und Hagelkörnern so gross und vor Allem so hart wir grosse Murmeln. Dat tat mächtig weh im Rücken. Nach rund 20 Minuten war der Spuk vorbei und die Sonne stand wieder am Himmel. Später in den Nachrichten hörten wir das der Sturm so heftig über Deutschland fegte und in Berlin auch Menschen durch den Sturm zu Tode kamen. Normalerweise waren wir sehr dumm, wir hätten uns in feste Gebäude verkriechen sollen, doch man hängt ja an seinem Hab und Gut und wir wären gar nicht so schnell dahin gekommen
Das Knirschen und Knacken kam im Übrigen von der Markise des Mietwohnwagentouris eine Reihe weiter, die hatte sich als Geschenkfolie sauber über das WoMo gelegt, natürlich vorne zu Teilen rausgerissen und das Dach war auch fein verbeult ....HÄ HÄ HÄ
Nach einer Schadensaufnahme und einem kräftigen Mixer, bei uns war ausser ein paar Hagelbeulen im Auto Alles heilgeblieben. Eike und ich machten uns dann auf den Weg über den Platz um zu schauen ob wir irgendwo helfen konnten. Zwei Familien haben wir dann geholfen das Vorzelt wieder vom WoWadach zu holen, doch die meisten hatten ihre Sturmleinen genutzt. Zurück zum Platz und den nächsten Mixer verhaftet und mit den Frauen und Kindern das Erlebte nachbesprochen und versucht zu verarbeiten. Die nächste Nacht war kaum an Schlaf zu denken, bei jedem Lüftchen schreckte man hoch.
Jetzt kamen wieder ein paar Tage Sonne.......und dann der grosse Regen. Nach zwei Tagen Dauerregen flohen Eike, Lena und Kerstin, der zudem noch die Schwangerschaft Schwierigkeiten machte. Wir beschlossen noch zu bleiben, zumal sich auch liebgewordene Camperfreunde aus Wedel angekündigt hatten. Maren und Erich machten auf der Fahrt zu Gerti und Herbert noch einen Stop bei uns und wir tranken gemütlich ein Bierchen im Strandpavillon und redeten sehr viel über die Camperfreunde. Kurzum ein gelungener Abend mit einem tollen Schnack.
Wir hielten es noch zwei weitere Tage in dem Regen aus bis wir beschlossen den Urlaub abzubrechen. Wir bauten also im strömenden Regen das Zelt ab und versuchten die Kinder dabei trocken zu halten, was eigentlich ein unmögliches Unterfangen war. Auf dem Rückweg hörten wir dann was der Regen so Alles angestellt hat. Ein Campingplatz Nähe Soltau ist total abgesoffen.....wer erinnert sich nicht an die Bilder im Fernsehen.
Dieser Urlaub brachte uns nicht vom Campen ab, sondern der Wunsch nach einem Wohnwagen wuchs in uns heran.
Zum Abschluss noch ein Riesenlob an die Betreiber des SSC, die wirklich Alles erdenklich Mögliche gemacht haben um den Urlaubern den regen zu versüssen. Die Animateure leisteten einen Mörderjob, genau wie die “Kirche-Unterwegs”
Hierzu allen Beteiligten noch mal unsern recht herzlichen Dank.
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