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Unser Weg zum Wohnwagen :-)
Nachdem letzten Reisebericht von Südseecamp seid Ihr ja bereits informiert das wir uns verschärft Gedanken über einen Wohnwagen gemacht haben.......wir haben mittlerweile Einen *freu*
Der Weg dahin war schon eher typisch für uns, aber ich fang vorne an.
Da wir ja 2001 schon an der schönen Ostsee Urlaub gemacht haben, dachten wir uns das machen wir 2003 wieder. Es ist einfach was Anderes als das SSC, denn es gibt nichts Schöneres als Abends beim Einschlafen dem Rauschen der Wellen zu lauschen.
Naja, Waabs war ja schon super doch uns missviel ein wenig die Steilküste, die im Bericht der CCC auch nicht aufgeführt wurde, warum wohl nicht ???
Nun dachten wir, schaun wir mal die Küste weiter, es gibt ja noch mehr Campingplätze dort. Bedingung für uns war Nähe Damp und er musste uns auf Anhieb gefallen. Also haben wir uns die Campingplätze Fischleger, Dorotheental, Hasselberg, Oehe Drecht und Schubystrand angeschaut. Als Letztes hatten wir uns Booknis auf die Liste gepackt, den kannten wir schon von einigen Besuchen bei Bekannten. So richtig zugesagt hat uns keiner und eigentlich hätten wir uns das Ganze sparen können, da wir uns schon sicher waren, das es Booknis werden sollte...nur wollte es keiner vorher aussprechen :-)
Da die finanzielle Lage bei uns reichlich angespannt war...hmmm, was ist sie das mal nicht ;-)....wollten wir mit dem Zelt 3 Wochen im Sommer dort verbringen, so unser Plan. Wir uns Alles nochmals fein angeschaut und uns eigentlich für einen Platz entschieden. Wir gingen also in die Rezeption um uns nach Preisen zu erkundigen. 3 Wochen am Stück mit allem Drum und Dran kosten uns rund 600 Euronen. Nach nem Schnack gingen wir ersteinmal wieder um in Ruhe drüber Nachzudenken. Wir trafen Tinas Chefin, die uns gleich zu einem Drink eingeladen hat. Da schnackten wir über unseren Plan und stellten fest das ein Dauerplatz nur geringfügig teurer war. Wir also wieder zur Rezeption um nach freien Dauerplätzen Ausschau zu halten. Wir haben dann 4-5 Platznummern bekommen und machten uns auf den Weg. Wir entschieden uns für den, der dem Wasser am dichtesten war. Rund 150 Meter bis zum Strand und buchten den gleich für die nächste Saison. Man muss ja nicht gleich im März das Zelt aufbauen, doch Ostern, Pfingsten, Vatertag etc. sind schonmal Termine wo man den Platz nutzen könnte.
Bei dem Rundgang kamen wir natürlich auch an den schwarzen Brettern vorbei und da wir die Besichtigung Ende August gemacht hatten hingen dort schon jede Menge Wohnwagen zum Verkauf. Die Aushänge haben wir natürlich ausgiebig studiert und festgestellt das so ein fester Platz auch mit Wohnwagen vergeben wird und die Wohnwagen die zum Verkauf standen gar nicht mal teuer waren.
Die Kinder hatten dann keine Lust mehr und baten darum das wir nach Hause fahren sollten. Das haben wir denn auch erst mal gemacht. Auf der Fahrt nach Hause war es bedenklich still im Auto. Die Kinder ruhig hinten, ja so was gibt es :-)), und Tina und ich ganz in Gedanken versunken. Abends beschlossen Tina und ich die Kinder am nächsten Tag zu informieren, das wir noch mal nach Booknis wollten und sie sollten man Badesachen mitnehmen.
Wir also am Sonntag wieder hin und die Kinder an den Strand verfrachtet und wir gingen zu den Aushängen. Wir haben uns dann noch einige Wohnwagen angeschaut, aber irgendwie gefielen die uns nicht...entweder zu klein, zu gammelig oder zu teuer.
Ein Dethleffs fiel uns noch ins Auge der von Grösse und Preis zu passen schien. Wir also hin, obwohl wir anstatt Füsse nur noch schmerzende Klumpen hatten. Die Besitzer waren auch dort und führten uns das gute Stück auch gleich vor. Die Lage war perfekt....keine 50 Meter zum Wasser. Doch als wir in den Wohnwagen kamen traf uns ein leichter Schock.
Ich weiß nicht wie Ihr es handhabt, doch wenn ich ein grosses Teil zu verkaufen habe und damit rechnen muss das jederzeit mal einer vorbeischauen kann, dann halte ich das Ding sauber und in einem ordentlichen Zustand. Was wir sahen war ein Chaos.... die Tochter gammelte auf der zum Bett umgebauten Sitzgarnitur in der einen Hand ne Tüte Chips und in der anderen ein Glas Cola...na lecker( man bedenke ...unsre Kinder waren baden). Der Wohnwagen war Innen das reine Chaos, obwohl die Ausstattung und der Schnitt uns zusagten. Bezeichnend hier war noch das bei dem Sturm, ja der Gleiche der uns im SSC erwischt hat, das Vorzelt des WoWa’s, übrigens das Einzige auf der Ecke!!!, weggerissen hat und in die Ostsee geschleudert hat. Es war jetzt nur ein kleines Reisevorzelt dabei. Nach der Auskunft über den Preis mussten Tina und Ich herzlich schmunzeln. Klasse war auch noch das die Dame des Hauses uns ihre Mikrowelle anpries die als einziges Gerät im Preis inbegriffen war......dat vergammelte Ding wollte ich nicht mal geschenkt haben. Wir denen also gesagt das der gute Dethleffs in unseren Augen völlig überteuert sei und sie doch noch mal über den Preis nachdenken möchten hinterliessen wir eine Visitenkarte und verschwanden.
Hab ich eigentlich erwähnt das ich in weiser Voraussicht ein Wohnwagengesuch geschrieben hatte, das ich dort aushing ?
Naja, Spätnachmittags dann wieder nach Hause und wir waren uns sicher das wir noch ein Jahr im Zelt verbringen würden. Auf den Rückweg noch mal bei meinen Eltern vorbei und ein wenig geschnackt. Ich wollte grad zum ersten Mixer ansetzen da klingelte das Handy. Tina ran. An ihren leuchtenden Augen erkannte ich das es eine gute Nachricht sein müsste die sie gehört hat. Dann stammelte sie: “da will uns einer seinen Wohnwagen schenken!!!”
Ich sagte nur “locker bleiben”, den können wir uns ja nächste Woche mal anschauen. Dann kamen Fragezeichen in Tinas und in den Augen meiner Mutter zum Vorschein.....da müssen wir sofort hin. Och menno....ich merkte das ich keine Chance hatte, stellt das Glas ab und zog meine Schuhe wieder an.
Auf dem Weg zurück nach Booknis, die Kinder blieben bei meinen Eltern, rief ich bei Tinas Chefin an und berichtete. Ihr Nachbar Kuddel war Wohnwagenexperte im Ruhestand. Er arbeite vor seinem Ruhestand bei einem grossen Campingdealer in Itzehoe. Ich bat darum das sie sich den WoWa vorab einmal anschauen mögen und wir treffen uns dann bei ihr.
Kuddel’s Aussage nach unserem Eintreffen war kurz und knapp “Wenn Du den nimmst krist Du auffe Fresse” :-))
Ihr wisst doch wie Frauen sind, mir war die Lust vergangen doch Tina wollte unbedingt dahin. Also los. Auch Tina musste feststellen das die Entsorgung wesentlich höher war als einige anderer alte Wohnwagen kosten sollten ;-))
Da wir in der Nähe von dem Dethlefs waren bat ich Kuddel noch mal sich den WoWa anzuschauen. “Hauheha” sachte Kuddel....der hat nicht viel Pflege bekommen.
Bernd der drei WoWa’s weiterwohnte erzählte uns dann noch der Bürstner da drüben ist auch zu verkaufen, steht aber nirgendwo. Wir also dort auch noch hin. Wir uns den Lux fein angeschaut Kuddels aufmerksamen Augen entging dabei nichts und sein Zeugnis war”Doar kanns nix vergärt machn!”
Zu dem Bürstner gehörte ein Mehlervorzelt das knapp ein Jahr alt war und Vorzelt und Wohnwagen waren liebevoll gehegt und gepflegt worden, das sah man auf den ersten Blick...und noch dichter am Strand. Also...her mit dem Preis. *Heul* zu teuer. Also unverrichteter Dinge wieder ab nach Hause....selbstredend war mein Mixer warm geworden....egal :-)))))
Montag wieder fleissig zur Arbeit und mobile.de studiert. Vergleichsweise zu den Preisen dort war der Bürstner in Booknis echt günstig.
Der Besitzer von Dethlefs rief alle zwei Tage an um von einem neuen Angebot zu berichten...der Preis ging in den Keller...naaa brauchte da einer Geld ???
Donnerstag auffe Arbeit klingelt das Handy, dran ist Wilfried. “Ich habe gelesen das Sie einen Wohnwagen suchen...ich hätte da einen zu verkaufen!” Nach kurzem Gespräch stellte sich heraus das es der Bürstner war den wir uns am Sonntag angeschaut hatten. Och Mensch sagte ich, den würden wir so gerne kaufen, doch soviel Geld haben wir leider nicht. Dann kamen die Worte die mir den Tag versüssten:”Über den Preis können wir ja noch mal reden” Ich habe Ihm zugesagt das wir uns auf jeden Fall noch am gleichen Tag melden werden.
Ihr müsst wissen das ich nicht grade ein guter Verhandler bin...dafür hab ich meine Tina. Als ich nach Hause kam sagte mir Tina gleich das der Dethlefs schon wieder um 150 Euronen billiger wurde. Dann kam ich.... höhöhö: “Der Besitzer des Bürstner hat mich angerufen und ich erzählte Ihr von dem Gespräch. Natürlich lies ich erstmal aus das er mit sich reden lies. Es war mir eine innere Freunde Ihr die beim Abendbrot zu stecken :-))))
Völlig aufgelöst kam von Tina die Frage “Wieviel weniger ???” meine Antwort war nur “Das ist jetzt dein Job das rauszufinden :-))”
In dem Telefongespräch sind Tina und Wilfried sich einig geworden...der Bürstner war unser *freu*
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