|
Pfingsten 2001 der Wetterbericht ist sich noch nicht ganz schlüssig, egal Freitag Mittag 14:00 Uhr Abfahrt in Schleswig.
Auf der A7 kommen wir super durch, sogar durch den Elbtunnel ...das kam uns schon etwas merkwürdig vor, egal.
Im Südseecamp kommen wir gegen 16:00 Uhr an, erkundigen uns nach unserem Stellplatz im Wrogewald und um 17:30 Uhr steht, nachdem wir ja Zuhause reichlich geübt haben, unser Zelt. Das erste Bier wird wohlverdient getrunken. Nun, es ist alles etwas ungewohnt für uns ...sind ja schliesslich das erste Mal auf einem Campingplatz. Toiletten sind schnell gefunden und auch sehr sauber und fast geruchsneutral ;-)).
Auf geht’s ...mal sehn was es hier so alles gibt und wo bekomme ich morgen Brötchen und so weiter. Im Eingangsbereich vom CP angekommen umschwirrt uns laute Musik und Kindergeschrei, klar das unsere drei nicht zu halten sind...Kinderdisco und Stockbrotbacken. Der Bäcker ist auch schnell gefunden.Der Einstieg ist gelungen !!!
Der erste Hunger mach sich langsam breit, zurück zum Zelt und den Grill angeschmissen, ups ...da fehlt doch was, natürlich den Grillanzünder vergessen. Tina klopft ganz unbekümmert die Gegend ab und kommt mit Grillanzünder zurück, tolle Nachbarschaft, unsere Begeisterung steigt permanent.
Nach lecker Wurst und Fleisch noch ein schöner Spaziergang, anschliessend pieschen, waschen und zu Bett. Tolle Waschhäuser mit perfekter Sauberkeit und Wohlfühlgefühl.
Vorsichtig ins Schlafzelt gepackt und plötzlich eine ungewohnte Stille, leichtes Lüftchen in den Blättern und erste leise Tröpfchen auf das Zeltdach. Durch den Sauerstoffüberschuß schlafen wir alle schnell ein...und wir haben auch sehr gut geschlafen. Morgens zum Bäcker Brötchen geholt zurück zum Zelt Eier kochen und schön ausgiebig Frühstücken. Die leisen Tropfgeräusche aus der nacht kehren zurück und werden lauter und lauter....scheiße Regen. Na ja beruhigt Finja uns ist bestimmt nur ein kurzer Schauer ...war es ein kurzer Schauer über die nächsten 24 Stunden.
Na ja nicht schlimm, wir haben ja Regenklamotten mit. Wieder ein toller Spaziergang und der sinnlose Versuch ein Dinocar zu mieten, tja da muss man halt früh aufstehen. Nach dem Spaziergang ab ins Zelt und die Gesellschaftsspiele ausgepackt und losgespielt...hat super viel Spass gemacht.
Der Regen wird nicht weniger doch das Zelt bleibt trocken und dank der über den Boden ausgebrachten Plane und dem Teppich bleibt dieser auch trocken. Den Kinder wird langsam langweilig also der Versuch wir ins Schwimmbad zu kommen, bei dem Versuch bleibt es auch, völlig überfüllt. Also zurück und ausgiebig geduscht, das wärmt schliesslich auch. ( ne Heizung haben wir uns übrigens schon gekauft)
Wir schnacken mit den Nachbarn in fast jeder regenfreien Minute.
So nun kommt der zweite Abend und ich denk mir schmeiss man mal den Grill an, zu laut gedacht...der Regen wird stärker. (ein Sonnenegel würde hier schön Abhilfe schaffen, auch schon bei Berger bestellt, gerade bevor ich hierdran schufte...aus dem Sommerschnäppchen Heft). Nun wir müssen zugeben die Pizzeria in Wietzendorf macht leckere Pizza und ich konnte auch noch das Länderspiel sehen.
Der nächste Tag der eine oder andere trockene Tagesabschnitt beginnt, das Zelt ist übrigens immer noch trocken und weil gut gelüftet wird (ein Tip von den Camperfreunden) verschwindet auch schnell das Kondenswasser das sich an der Decke gebildet hat. Nach dem Frühstück ...Nils und Mats Thorge machen sich auf zum Spielplatz direkt am See und buddeln wie die Weltmeister. Finja verkrümelt sich mit CD Player und Buch und natürlich ihrem Handy in ihren Schlafsack und gibt für die nächste Stunde nur noch halbmelodisches Gequieke von sich ;-)). Tina und ich machen uns auf den Weg mal den Campingplatz zu erkunden und vielleicht mal die eine oder andere Idee aufzuschnappen. Tataaa...und plötzlich wieder Regen, grummelnd zurück zum Zelt, das doch gut gelüftet ist nur mittlerweile wird es auch kühl und zwar so kühl das nicht einmal mehr das Bier schmeckt, was tun. Wir haben dann Unseren 2 Flammenkocher zum Ofen umfunktioniert und er spendete uns auch wohlige Wärme. Die ersten Gedanken tauchen auf wie schön warm es jetzt in einem Wohnwagen sein müsste...na ja nun in ein bis zwei jahrn wissen wir das auch. Abends flugs zum Italiener nach Soltau, welcher übrigens allererste Wahl ist, anschliessend wieder pieschen, waschen und zu Bett.
Am nächsten Morgen wieder das gleiche Spiel Brötchen holen und lecker Frühstücken. So langsam gehts ans Zeltabbauen, passt gut ist gerade mal wieder trocken. Dann alles schön im Auto verstauen und gegen 14:00 Uhr gehts ab nach Hause. Ich brauch ja wohl nicht sagen das es ab Mittag nicht mehr geregnet hat, oder?
Auf der Heimfahrt geraten wir ins schwärmen und kommen einhellig zu der Meinung: “Campen ist toll!”
|